BETRUNKEN - ein unberechenbarer Angreifer

Dieser Stil erfordert ein gutes Orientierungsvermögen im Raum, damit nur der Gegner und nicht man selbst durch die vielen Drehungen und Richtungswechsel durcheinander kommt. 

Wir täuschen eine Position der Schwäche vor, indem wir vollkommen willkürlich anmutende Bewegungen ausführen, um eine gute Angriffs- und Verteidigungsposition einzunehmen.  Für eine gewisse Leichtigkeit braucht der Kung Fu Schüler viel Training. Die Handhaltung symbolisiert die Flasche in der Hand und wird z. B. zum Kehlkopfgriff benutzt. Auch das symbolische halten eines ganzen Fasses, wobei der imaginäre schwappende Inhalt, den Schüler zwingt unwillkürliche Richtungswechsel vorzunehmen um das „kostbare“ Nass, nicht zu verschütten. Die Trinkbewegungen sollen dem Gegner vorgaukeln, unaufmerksam und gerade beschäftigt zu sein. Ständiges hinfallen, Purzelbaum schlagen und ein beständiges Wanken in alle Richtungen, sollen die Konzentration des Gegners schwächen .Das erfordert eine gute Koordination im Raum um sich nicht selbst zu verwirren.

Kung Fu yin betrunkene Form Berlin

Die  Kung Fu Meister hatten beobachtet, dass ein Betrunkener sich weitaus weniger bei Stürzen oder Unfällen verletzte, als jemand der versucht mit seinem Verstand, die Kontrolle über alle Lebensfunktionen zu erhalten. Nun gibt es gewisse Grade von Betrunkenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit. Diese Bewusstlosigkeit ist in diesem Stil der höchste Grad, das Erreichen der Leere. Die Kung Fu Meister versetzten sich bei diesem Grad in einen Zustand des übergeordneten Bewusstseins, was unteranderem zum Nicht-mehr-wahrnehmen von Schmerzen führte.

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